
Die Oktoberfestkantine der Spatenbrauerei wird wie jedes Jahr von den Mitarbeitern des Hippodrom-Festzelts eifrig frequentiert. Vor allem um die Mittagszeit ist an diesem Ort ein reges Treiben zu beobachten, wenn sich die Handwerker aller möglichen Fachrichtungen eine Pause gönnen und zur gemeinsamen Brotzeit hier zusammenkommen. Die Oktoberfestkantinen sind über lange Zeit hinweg eine etablierte Institution auf der Wiesn.
Seit 1994 befindet sich die Spatenkantine in fester Hand: Annemarie Erhart und ihr Mann sind somit mittlerweile seit 14 Jahren für die kulinarische Versorgung der durstigen und hungrigen Arbeiter zuständig.
Das Jahr 2008 unterscheidet sich jedoch für die Kantinenbetreiber maßgeblich von allen vorherigen, denn von diesem Jahr an wird besonderes Augenmerk auf die Sicherheit während des Oktoberfestaufbaus gelegt. Waren in den letzten Jahren noch viele „Oktoberfestaufbau-Touristen“ auf die Theresienwiese geströmt, so wurde dies heuer zum großen Leidwesen der Kantinenbetreiber unterbunden. Zehn Wochen vor und bis vier Wochen nach der Wiesn konnten sich ehedem nicht nur die arbeitenden Volkschaften, sondern auch Schaulustige aller Couleur von den Oktoberfestkantinen verköstigen lassen. Dem wurde nun ein Riegel vorgeschoben, denn die Theresienwiese ist und bleibt in dieser Zeit eine kolossale Baustelle, auf der selbstverständlich die üblichen Gefahren für alle Anwesenden drohen. Nachdem in den letzten Jahren der Zulauf während der Aufbauarbeiten immer größer wurde und selbst Schulklassen diese besichtigten, sahen sich die Verantwortlichen zum Einschreiten gezwungen. Die Leidtragenden dieser eigentlich berechtigten Aktion sind die Kantinenwirte, denen die fehlende Kundschaft den Spaß an der diesjährigen Wiesn durchaus etwas verleidet hat.