
Auf geht's beim Schichtl ist es die größte handgemachte Gaudi auf dem Oktoberfest, ein lustig-makabres Vergnügen, das schon Generationen überlebt hat, aber bei dem täglich Dutzenden den Kopf verlieren. Die Enthauptung einer lebenden Person auf offener, hell erleuchteter Bühne mittels Guillotine ist einer der ältesten, seriösen Münchner Wiesn-Traditionen.
1985 übernahm Manfred Schauer den Traditionsbetrieb und absolviert seitdem alljährlich während der Wiesn als Schichtl an die 400 Auftritte und nähert sich heuer dem 10.000sten Einsatz.
Mit ihm die bewährten Schichtl-Helfershelfer: Henker Ringo, der Schreckliche, Henkersknecht Andi als der "Hamperer", die Schichtlin (Ingrid Wagner) und Spagatamazone Elvira mit ihrem traditionellen Schmetterlingstanz.
Münchens Oberbürgermeister Christian Ude hat einmal geschrieben: „Eine Wiesn ohne Schichtl ist nicht denkbar. Der Schichtl ist so unerlässlich wie das Bier, der Radi und die Hendl.“
Historie vom Anfang bis heute:
Das „Zaubertheater“ der Künstlerfamilie Schichtl erblickt im Jahre 1869 zum ersten Mal die Lichter des Oktoberfestes. In diesem Jahr führt Michael August Schichtl das Unternehmen mit seinen Brüdern Franz August und Julius.
Der Ziehsohn von Michael August Schichtl, Johann Eichelsdörfer, übernahm das Theater. Im Jahr 1954 verstarb Eichelsdörfer und übergab es sein Frau Franziska. Diese führte das Verieté weiter und verkaufte es 1985 an den Quereinsteiger aus der Münchner Großmarkthalle Manfred Schauer, dem Tradition und ordentliches Feiern im Blut liegt.
Die Kern-Mannschaft vom Schichtl ist hoffentlich noch sehr lange die gleiche und wird auch weiterhin Schichtls Vergangenheit noch vor sich haben. In diesem Sinne: freuen wir uns auf morgen - wei´s gestern so schön war!