Fahrgeschäfte
Rotor
Das Spiel mit der Fliehkraft ist nicht nur etwas für motorisierte Steilwandprofis, nein, dank des Rotors kann jedermann, ob groß oder klein, dick oder dünn, jung oder alt, sportlich oder untrainiert diese physikalische Kraft zum eigenen Vergnügen nutzen.
Der Rotor geht auf die Erfindung des Ingenieurs W. Ernst Hoffmeister zurück, der in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts diese Jahrmarktattraktion zum Patent anmeldete. Das Prinzip ähnelt dem Taumler (bzw. eher andersherum, schließlich ist der Rotor das ältere Fahrgeschäft): Ein begehbarer Zylinder wird ausreichend in Rotation versetzt, so dass die in ihm befindlichen Personen an die Wand gedrückt werden. Wenn der Zylinder eine gewisse Geschwindigkeit erreicht hat und alle Fahrgäste sicher an der Wand „kleben“, senkt sich der Boden ab, so dass auch der letzte Bodenkontakt verloren geht. Wem das nicht geheuer ist, muss sich einfach nur leicht nach vorne lehnen, schon ändert sich der Schwerpunkt und man gleitet sanft in Richtung Boden.
Keine falsche Scheu, hier kann wirklich nichts passieren, die Gesetze der Physik sind, dem Herrn sei's gedankt, für alle gleich.
|