Attraktionen
Original Pitt's Todeswand
Hier treibt es nicht nur die Motorradfahrer in die Höhe, sondern auch den Blutdruck der Zuschauer. Wenn bei Pitt's Todeswand die Motoren heulen, lässt dies niemanden kalt. Bis auf knapp acht Meter schrauben sich die Fahrer während ihrer tollkühnen Stunts dank der wirkenden Fliehkräfte gen Himmel.
Steilwandfahren als Jahrmarktattraktion hat eine lange Tradition, die bis in die 20er Jahre des letzten Jahrhunderts zurück reicht. Damals konnten die Leute kaum glauben, dass der ganze „Trick“ hinter dieser sensationellen Darbietung das physikalische Gesetz der Zentrifugalkraft ist. Man vermutete Magneten oder sogar Klebstoff im Einsatz.
Die Original Pitt's Todeswand begeisterte die Zuschauer 1932 zum ersten Male auf dem Oktoberfest, wenn auch damals noch unter einem anderen Namen. Der wohl bekannteste Artist bzw. die bekannteste Artistin der Show war eine Frau mit dem Künstlernamen Kitty Mathieu, die auch auf den Spitznamen „Steilwand-Kitty“ hörte. In den 30ern und 40ern des 20. Jahrhunderts wusste sie nicht nur Karl Valentin mit ihrer Unerschrockenheit zu begeistern. Doch auch heute noch lohnt sich ein Besuch der Todeswand allemal. Das, was die Artisten - überwiegend mit alten Indian-Motorrädern aus den 20er und 30er Jahren - zu Wege bringen, ist das Eintrittsgeld allemal wert.
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