Wiesngeschichten

Über das Wiesnwetter


Das Wetter ist wohl eines der ältesten Gesprächsthemen der Menschheit. Kein Wunder, schließlich ist es ja auch für das Überleben ganzer Kulturen und das Wohlbefinden des Einzelnen von größter Bedeutung. Daher ist es auch nicht weiter erstaunlich, dass jedes Jahr zur Wiesn viel über das Wetter gesprochen wird.

Generell lässt sich sagen, dass zur Zeit des Oktoberfests Ende September in München so ziemlich jedes erdenkliche Wetter vorkommen kann und auch schon vorgekommen ist. Im Idealfall beschert uns das Azorenhoch im Frühherbst den so genannten Altweibersommer, der manchmal nur ein paar Tage, gelegentlich aber auch bis zu zwei Wochen dauern kann; die Temperaturen liegen dann schnell bei über 20° Celsius. Im ärgerlichsten Fall gibt es jedoch Dauerregen, wenn nicht sogar Schnee, was glücklicherweise jedoch eher die Ausnahme darstellt.

Die extremsten verlässlich aufgezeichneten Temperaturen gab es 1936 mit -2,5° Celsius und 1993 mit 29,7° Celsius. Zu keinem einzigen Sonnentag kam es 1954; in 1981 und 2004 ließ sich die Sonne so gut wie gar nicht blicken. 1883 gab es aufgrund der permanenten Regenfälle die so genannte „Sumpfwiesn“, aber auch 1828 (damals war die Wiesn noch gänzlich im Oktober) und 1927 regnete es jeden einzelnen Wiesntag. 1986 und auch letztes Jahr kam es dagegen zu keinem einzigen Regentag, auch wenn es gelegentlich bewölkt war. Die im Durchschnitt kälteste Wiesn war 1912, die Tageshöchsttemperaturen lagen damals zwischen 6,7° und 12,7° Celsius. Das wärmste Oktoberfest gab es 1961, als die Temperaturen sich konstant zwischen 20,2° und 28,5° Celsius bewegten.

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