
Beim Einzug der Wiesnwirte präsentierte sich der Hippodrom-Wirt Sepp Krätz zum ersten Mal mit seiner Lebensgefährtin Tina Fichtel der Münchner High Society. Sie machte in der prachtvoll dekorierten Kutsche des Hippodrom-Chefs eine ausgesprochen gute Figur.
Doch benötigte Tina Fichtel, von Beruf Innenarchitektin, nicht die Hilfe von Sepp Krätz, um das erste Mal bei einem Wiesneinzug mit von der Partie zu sein. Kennern der Münchner Oktoberfest-Szene ist sie schon lange ein Begriff, schließlich war ihr Vater niemand anderes als Artur Fichtel, ehemaliger Wirt des Hacker-Festzelts.
Artur Fichtel half ab dem Jahr 1965 seinem Schwiegervater Otto Sturmbeck bei der Leitung des Festzelts, welches dieser sieben Jahre zuvor übernommen hatte. Von 1975 bis einschließlich 1988 führte Fichtel allein verantwortlich das Hacker-Festzelt. Tina Fichtel hatte somit schon des Öfteren die Gelegenheit, einem Wiesneinzug als Teilnehmerin beizuwohnen. Das erklärt vielleicht auch ihr ungezwungenes Verhalten und ihren natürlichen Charme, mit dem sie während des Einzugs zu gefallen wusste.