
Sepp Krätz – Eine Größe der Münchner Gastronomie. Neben seiner Ausbildung zum Metzgermeister begann er schon in jungen Jahren seine gastronomische Laufbahn als Schankkellner; Hofbräukeller und Hirschgarten gehörten zu seinen Lehrstationen.
Im für einen Gastwirt zarten Alter von 27 Jahren übernahm er die Waldwirtschaft in Großhesselohe und zeigte damals schon sein Faible für traditionelle bayerische Gastronomiebetriebe. Schließlich gibt es nicht viele Wirtschaften in München, die ihre Bierausschankgenehmigung auf das 15. Jahrhundert datieren können. Kein Wunder, dass die sogenannte Münchner Biergartenrevolution von 1995 hier ihren Anfang nahm. Ein Jahr zuvor wurde auch das Restaurant „Andechser am Dom“ in seine fachmännischen Hände übergeben. Er machte das „Andechser“ zu dem, was es heute ist: eine der exquisitesten Adressen Münchens, ausgezeichnet von „Gault Millaut“ und „Feinschmecker“.
Im Jahr der Biergartenrevolution erfüllte sich Sepp Krätz einen Jugendtraum, er wurde Wirt des Oktoberfestzelts „Hippodrom“. Das seit 1902 existierende Festzelt wurde in den 13 Jahren seiner Führung zu einem Magneten für Prominente aus Nah und Fern. Überlassen wir der Wiesnchefin Dr. Gabriele Weishäupl das letzte Wort über den gewählten Wirt des Jahres 1996/97 in Deutschland: "Der Krätz versteht es eben, mit seiner Klientel umzugehen - ich habe Respekt vor seiner Lebensleistung."