
Die Geschichte der Residenz, bis 1918 Wohnsitz der Wittelsbacher, beginnt 1385 mit dem Bau der "Neufeste". Fünf Jahrhunderte lang wurde die damals von einem Wassergraben umgebene Fluchtburg um-, an- und neugebaut.
Das Antiquarium, der 1568 bis 1571 erbaute und älteste erhaltene Saal der Residenz, ist der größte Renaissance-Festsaal nördlich der Alpen. Im Innenbereich des Grottenhofs wurde eine künstliche, mit Kristallen und Muschelschalen verzierte Grotte mit einer vergoldeten Statue des Merkur gestaltet.
Im 17. Jahrhundert war der Kaiserhof fertig; nach vielen Umbauten wurde der Komplex im 19. Jahrhundert mit Königs- und Festsaalbau abgeschlossen. Im Königsbau ist die Schatzkammer mit zahlreichen Kunstgegenständen untergebracht.
Die Stilmittel von Renaissance, Barock, Rokoko und Klassizismus mischen sich hier zu einem faszinierenden Gebäudekomplex, der zu den großartigsten Schlossanlagen Europas zählt.