
Das sprunghafte Anwachsen der Münchner Bevölkerung im 19. Jahrhundert und die dadurch bedingte Vergrößerung der Stadtverwaltung machten um 1865 den Bau eines neuen Rathauses nötig. Der Bau zog sich von 1867 bis 1909 hin.
Das monumentale Bauwerk mit sechs Innenhöfen ist das erste Beispiel einer historisierenden neugotischen Architektur nach flandrischem Vorbild. Die überladene Fassade ist mit einer Vielzahl von Statuen geschmückt, wie z. B. bayerischen Königen, Kurfürsten, Grafen aber auch Heiligen, mythischen und allegorischen Figuren und Wasserspeiern. Der Spitzturm wird von einem bronzenen "Münchner Kindl", ein kleiner Mönch der an die Gründungszeit Münchens erinnert, gekrönt.
Das Glockenspiel im Turm ist das viertgrößte Europas. Jeden Tag tanzen hier bunte Kupferfiguren nach dem Klang von 43 Glocken. Es findet dreimal täglich um 11 Uhr, 12 Uhr und 17 Uhr statt (von November bis Februar entfällt der 17 Uhr - Termin).