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Bayerische Staatsbibliothek
Die 1558 von Herzog Albrecht V. gegründete Bayerische Staatsbibliothek in München, ist die zentrale Landesbibliothek des Freistaates Bayern, staatliche Fachbehörde für alle Angelegenheiten des bayerischen Bibliothekswesens und nach der Staatsbibliothek zu Berlin zweitgrößte Universalbibliothek im deutschsprachigen Raum. Ihr Bestand beläuft sich auf ca. neun Millionen Bände, verfügt über einen hervorragenden Altbestand mit erlesenen Kostbarkeiten aus der Frühzeit des Buchdrucks, zahlreiche Sonderbestände (Karten, Nachlässe, Autographen, Exlibris, Porträts, Bildarchiv, Malerbücher) und eine der bedeutendsten Handschriftensammlungen der Welt und die umfangreichste Sammlung von Inkunabeln in Deutschland.
Gesammelt werden Publikationen aller Länder und Fachrichtungen, ausgenommen Technik und angewandte Agrarwissenschaften. Schwerpunktthemen sind Altertumswissenschaften, Geschichte, Musik, Ost-, Ostmittel- und Südosteuropa sowie Orient und Ostasien.
Mit mehr als 40.000 laufenden Zeitschriften und Zeitungen ist die Bayerische Staatsbibliothek nach der British Library die zweitgrößte Zeitschriftenbibliothek Europas. Etwa die Hälfte des Bestandes ist heute jedoch mangels Platzkapazität in Außenmagazinen untergebracht. Das seit 1663 gültige Pflichtexemplarrecht besagt, daß von jedem in Bayern erscheinenden Druckwerk zwei Exemplare an die Bayerische Staatsbibliothek abgeliefert werden müssen. Das gilt auch heute unverändert.
Die Bayerische Staatsbibliothek ist Herausgeber der Fachzeitschrift Bibliotheksforum Bayern und – gemeinsam mit der Staatsbibliothek zu Berlin – seit 2007 vom Bibliotheksmagazin.
Der langgestreckte Bau an der Ludwigstraße ist mit 152 Metern Länge, 78 Metern Tiefe (bei zwei Innenhöfen) und 24 Metern Höhe der größte Blankziegelbau Deutschlands. Bei seiner Errichtung galt er unter fachlichen Aspekten als bester deutscher Bibliotheksbau.
Die von Schwanthaler konzipierten Steinfiguren der sog. "Vier Heiligen Drei Könige" - Homer, Aristoteles, Thukydides und Hippokrates - schmücken die Freitreppe des Gebäudes und setzen einen markanten Akzent.
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