
Die von den Brüdern Johann Baptist und Dominikus Zimmermann 1745 bis 1754 erbaute Wieskirche ist eine äußerst prächtige Wallfahrtskirche in Wies (Gemeinde Steingaden) im sogenannten Pfaffenwinkel (Bayern) und eine der reinsten Schöpfungen des Rokokos. Sie wurde daher 1983 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Von 1985 - 1991 wurde die Kirche für 10,6 Millionen DM restauriert.
Die Wallfahrtskirche ist dem Gegeißelten Heiland geweiht, einer Statue, die 1730 von Pater Magnus Straub und Bruder Lukas Schweiger im oberbayerischen Kloster Steingaden gefertigt wurde.
Heute ist die Kirche regelmäßig Veranstaltungsort von Kirchenkonzerten und wird jährlich von mehr als einer Million Menschen besucht.
Die großen Hauptfeste der Wieskirche sind:
- 01. Mai, Eröffnung des Wallfahrtsjahres
- 14. Juni bzw. am dem diesem Datum folgenden Sonntag, das Fest der Tränen Christi
- Erster Sonntag im September, das Schutzengelfest zum Gedächtnis der Kirchweihe
- Zweiter Sonntag im Oktober, das Fest der Bruderschaft zum Gegeißelten Heiland auf der Wies
Auch die Kar- und Osterliturgie wird in der Wieskirche festlich begangen. An der Kirche besteht die "Confraternitas Domini Nostri Flagellati" (Bruderschaft zum Gegeißelten Heiland auf der Wies), deren Mitglieder sich der besonderen Verehrung des Gegeißelten Heilands widmen. Die Bruderschaft umfasst heute über 350 Mitglieder, bestehend aus Priestern und Laien.