
1330 wurde das Kloster von Kaiser Ludwig dem Bayern aufgrund eines Gelöbnisses, das er wegen seiner wohlbehaltenen Rückkehr aus seinem Italienzug abgab, im oberbayerischen Dorf Ettal gegründet. Teil des Gelöbnisses, war auch der Ausbau der Verkehrswege nach Süden.
Die 1370 vollendete Kirche erhielt im 18. Jahrhundert ihre heutige barocke Ausformung, man baute sogar noch eine gotische Rotunde dazu, nach Plänen von Enrico Zuccalli.
Während der Reformation wurde das Kloster stark beschädigt. 1710 gründete Abt Placidius Seitz die Ritterakademie und begann somit die schulische Tradition des Kloster Ettals. 1803 wurde das Kloster im Zuge der Säkularisierung aufgehoben und die Gebäude wurden dem Königreich Bayern zugesprochen. Erst nach vielen Wechseln der Besitzer wurde das Kloster Ettal 1900 an das Kloster Scheyern übergeben.
Heute betreibt das Kloster einen großen landwirtschaftlichen Betrieb, mehrere Gasthäuser, eine Brauerei und Destillerie sowie ein humanistisches Gymnasium und einen Kunstverlag.