Bier-Geschichte

Die Verbreitung des Biers in der Frühzeit und der Antike


Die Verbreitung des Biers in der Frühzeit und der Antike - Bier-Geschichte - KULINARISCHES
Die Verbreitung des Biers in der Frühzeit und der Antike - Die Babylonier, welche die Sumerer als vorherrschende Kultur Mesopotamiens beerbten, übernahmen von diesen das Bierbrauen. Sie entwickelten diese Kunst weiter
Die Verbreitung des Biers in der Frühzeit und der Antike - Die Babylonier, welche die Sumerer als vorherrschende Kultur Mesopotamiens beerbten, übernahmen von diesen das Bierbrauen. Sie entwickelten diese Kunst weiter
Die Babylonier, welche die Sumerer als vorherrschende Kultur Mesopotamiens beerbten, übernahmen von diesen das Bierbrauen. Sie entwickelten diese Kunst weiter, so dass mindestens 20 verschiedene Biersorten in Babylon gehandelt und auch schon nach Ägypten exportiert wurden. In Ägypten wurde das Bier sehr herzlich aufgenommen und die Braukunst wiederum verfeinert. Durch die Ägypter lernten die Griechen das Bier kennen, die jedoch Wein dem Bier vorzogen. Bier galt für sie als Getränk der armen Leute. Diesen Status hatte Bier auch bei den Römern inne, die dem Wein ein weitaus höheren Stellenwert beimaßen. Für sie war es nicht nur ein Armeleute-Getränk, sondern auch das Getränk der wilden Barbaren aus dem Norden. Bezeichnenderweise war Bier in den nördlich der Alpen gelegenen Bereichen des römischen Reiches, also in den Gegenden, in denen man sich mit den Germanen auf Tuchfühlung befand, recht beliebt. Dies belegen archäologische Funde in Regensburg und Kulmbach, die auf antike Großbrauereien und florierenden Bierhandel schließen lassen.

Kommen wir zu den „wilden Barbaren des Nordens“: Diese kannten das Bierbrauen bereits, bevor sie mit den Römern in Kontakt kamen. Als Getreidesorten wurden Gerste, Hafer, Roggen oder Weizen hergenommen. Höchstwahrscheinlich lernten sie das Bier auf ähnliche Weise kennen, wie die Kulturen Mesopotamiens: Durch die zufällige Gärung eines in der Sonne stehen gebliebenen Getreidebreis, der danach verzehrt wurde. Wie lange das Bierbrauen in Germanenkreisen betrieben wurde, lässt sich mit Sicherheit nicht sagen, da es zu wenige diesbezügliche, archäologisch verwertbare Überbleibsel aus der Frühgeschichte der germanischen Stämme gibt. Die ältesten Belege für das Brauen von Bier stellen in Deutschland Bierkrüge aus Grabbeigaben in Kulmbach aus der Zeit um 800 v. Chr. dar. In Dänemark gibt es Grabbeigaben aus dem 15. Jhr. v. Chr., die auf das Bierbrauen schließen lassen. In allen Gebieten des germanischen Siedlungsraums scheint es üblich gewesen zu sein, dass man Bier mit Kräutern vermischte, welche die berauschende Wirkung des Biers steigern sollten. So wurden Bilsenkraut und Sumpfporst regelmäßig als Zutaten germanischen Biers aufgefunden. Sumpfporst kann auch zu aggressiven Rauschzuständen führen, weshalb mit Sumpfporst vermengtes Bier häufig vor Schlachten konsumiert wurde.

Das Trinken von mit Rauschkraut versetztem Bier führt uns zu den gallischen Kelten. Diese tranken nämlich Bier, das mit Taumelloch versetzt war, in der letzten und entscheidenden Schlacht gegen die Truppen Julius Cäsars bei Alesia. Nach der Okkupation durch die Römer lief der Wein jedoch dem Bier, das bis zu diesem Zeitpunkt das beliebteste Getränk der Gallier war, in den Regionen des heutigen Frankreichs nach und nach den Rang ab.

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