Bier-Geschichte

Bier im mittelalterlichen Europa


Bier im mittelalterlichen Europa - Bier-Geschichte - KULINARISCHES
Bier im mittelalterlichen Europa - Bier war im Mittelalter in Europa allgegenwärtig. Es war bei allen Ständen beliebt - auch wenn Wein als vornehmer galt - und wurde selbst Kindern regelmäßig zum
Bier im mittelalterlichen Europa - Bier war im Mittelalter in Europa allgegenwärtig. Es war bei allen Ständen beliebt - auch wenn Wein als vornehmer galt - und wurde selbst Kindern regelmäßig zum
Bier war im Mittelalter in Europa allgegenwärtig. Es war bei allen Ständen beliebt - auch wenn Wein als vornehmer galt - und wurde selbst Kindern regelmäßig zum Verzehr vorgesetzt. Da das mittelalterliche Bier weniger Alkohol als das heutige Bier enthielt, und darüber hinaus Wasser aufgrund der Lagerung der damaligen Zeit oft mit Keimen versetzt war, hatte diese Sitte, die heute ein klarer Fall für das Jugendamt wäre, sogar ihre Berechtigung. Generell gab es drei verschiedene Arten von Brauereien im Mittelalter: Heimbrauereien, Klosterbrauereien und Handelsbrauereien

Heimbrauereien
Wie der Name schon vermuten lässt, bezeichnet „Heimbrauerei“ nichts anderes als das private Brauen von Bier für den Eigenbedarf in den eigenen vier Wänden. Der Verkauf von Bier war jedoch nur legal, wenn man eine Genehmigung des zuständigen Landesherren besaß. Bis ins späte Mittelalter hinein gehörte das Bier brauen wie auch das Brot backen zu den alltäglichen Aufgaben einer Hausfrau.

Klosterbrauereien
Ab dem neunten Jahrhundert spielten die Klöster eine große Rolle für das Brauwesen, was u.a. an ihrem Förderer, Karl dem Großen, lag. Vor allem die Benediktinerklöster St. Gallen und Weihenstephan taten sich besonders hervor. Nicht zuletzt wegen dieser zwei Klöster galten speziell die Benediktiner als hervorragende Bierbrauer. Da die Klöster aufgrund der ihnen zugehörigen Ländereien, fehlender Personalkosten und Steuerbegünstigungen im Vergleich zu städtischen Handelsbrauereien unerhört billig Bier von hoher Qualität produzieren konnten, kam es im Spätmittelalter zu immer größeren Protesten von Seiten der bürgerlichen Brauer. Viele Landesherren gaben diesen nach und schränkten den Verkauf von Bier und das Betreiben von Gaststätten durch Klöster drastisch ein. Die Landesherren taten dies jedoch nicht bloß aus Liebe zu ihren Untertanen, sondern vor allem aus Liebe zu ihren Geldbeuteln: Klöster zahlten eben keine Steuern, folglich zahlten sie im Gegensatz zu den üblichen Brauereien auch keine Abgaben für das verkaufte Bier. Dennoch bestanden noch bis zur Säkularisation durch Napoleon zu Beginn des 19. Jahrhunderts Klosterbrauerein wie z.B. die des Klosters Weihenstephan.

Handelsbrauereien
Aus den üblichen Heimbrauereien entstanden nach und nach Brauereien, die aus gewerblichen Motiven Bier brauten. Um Bier verkaufen zu dürfen, benötigte man das so genannte „Grutrecht“, das durch den jeweiligen Landesherren erteilt wurde. Nachdem den Klöstern im Spätmittelalter der Verkauf ihres Bieres drastisch erschwert worden war, entwickelten sich immer mehr bürgerliche Brauereien. Bremen exportierte bereits gegen Ende des 13. Jahrhunderts Bier nach England, Flandern, Holland und Skandinavien. Darüber hinaus wurde das Bierbrauen zu einem anerkannten und beliebten Beruf, der bald seine eigene Zunft bildete. Die Braumeister achteten mit Argusaugen auf ihren neuen Stand und erschwerten sukzessive die Beitrittsbedingungen.

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